Mundmotorik

Sprachförderung zu Ostern: Pusteküken

Logopädie-Mundmotorik-Kinder-Spielidee

Ostern passt einfach prima zur Sprachförderung! Schon allein, weil das Wort „Ei“ eines der leichtesten überhaupt ist. Das Oster-Pusteküken ist eine wunderbare Mischung aus Spaß und Sprachförderung. Ein kreatives Spiel, bei dem gleichzeitig die Mundmotorik und die Lippen gestärkt werden. Und etwas für alle, die noch auf den letzten Drücker etwas für Omas Osternest brauchen.

Das braucht ihr fürs Puste-Oster-Küken

Für das Pustevergnügen sind die Materialien schnell zusammen:

  • etwas Krepp- oder Buntpapier
  • einen Strohhalm (ich verwende gern einen Edelstahl-Strohhalm)
  • ein paar bunte Stifte

 

Und dann kann es schon losgehen. Als erstes malt ihr auf ein Blatt Papier ein Küken auf. Der Schnabel und die Füße können aus Buntpapier ausgeschnitten und aufgeklebt werden. Dann schneidet ihr einfach kleine Streifen Krepppapier aus und zerknüllt diese. Die Kügelchen legt ihr auf den Tisch. Die Kinder saugen ein Kügelchen mit dem Strohhalm an, halten das Kügelchen saugend am Strohhalm bis zum Küken und pusten es an die Stelle, an der es festgeklebt werden soll. Und dann das nächste Kügelchen und so weiter.

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Oft braucht man nur wenig, um Mundmotorik und Kreativität zu fördern.

Spaß am Pusten

Das Pusteküken ist eine spielerische Übung, mit der ihr einfach zu Hause die Mundmotorik eurer Kindern fördern könnt. Dabei werden die Lippen und das Gaumensegel gekräftigt und nebenbei der Mundschluss und der Zungenrückzug verbessert. Es ist also eine prima Übung für Kinder, die zum Lispeln oder offener Mundhaltung neigen.

Generell ist es aber für alle Kinder zu empfehlen. Weil es Spaß macht – und ihnen hilft, ihren Mundraum besser kennen zu lernen und wahrzunehmen. Solche Übungen verbessern die Beweglichkeit, Koordinationsfähigkeit und Geschicklichkeit von Lippen und Zunge. Und genau das ist wichtig, um Laute richtig bilden zu können.

Andere spielerische Übungen sind zum Beispiel Luftschlangen rauspusten, Seifenblasen pusten, Papier mit dem Strohhalm ansaugen oder – besonders beliebt bei Kindern – mit einem Strohhalm Luft in ein mit Wasser gefülltes Glas pusten.

Schöne Bilder entstehen auch, wenn ihr Farbkleckse mit einem Strohhalm über ein Blatt Papier pustet. Und viel Vergnügen bereitet die Aufgabe Federn durch Pusten möglichst lange in der Luft zu halten.

Nächste Woche stelle ich euch passend zu dem Thema auch das Spiel „Pustekuchen“ von haba hier vor.

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Ostern und Sprachförderung passt einfach gut zusammen.

Sprachförderung durch Spaß an der Sprache

Also, schnappt euch Strohhalme und Papier und pustet kräftig mit euren Kindern los. Neben der Mundmotorik wird dabei ganz nebenbei die Kreativität gefördert. Und das ist immer noch die schönste Art der Sprachförderung, die ihr ganz einfach in euren Alltag integrieren könnt.

Wer mag, kann auch bunte Küken pusten. So lässt sich gleich auch der Farbwortschatz bereichern.

Falls ihr euch dafür interessiert, wie man in anderen Altersstufen die Sprachentwicklung des Kindes spielend fördern kann, schaut einfach mal in meine Blogartikel zur spielerischen Sprachförderung bei Babys und bei 3- bis 4-Jährigen vorbei.